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Eine neue Studie von CIO / CSO / Computerwoche (basierend auf 324 Interviews mit leitenden IT-Entscheidungsträgern in der DACH-Region, durchgeführt im November–Dezember 2025) zeichnet ein klares Bild: NIS2 verändert grundlegend, wie Organisationen über Cybersicherheit denken. Doch zwischen Compliance und tatsächlicher Resilienz klafft weiterhin eine deutliche Lücke. .
Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Erkenntnisse – und was sie für Ihre Security-Awareness- und Human-Risk-Strategie bedeuten.
NIS2 ist in Kraft. Die Frist ist abgelaufen. Dennoch bleibt die Lücke zwischen Betroffenheit und tatsächlicher Vorbereitung erheblich. Stand der NIS2-ImplementierungNIS2 ist in Kraft. Die Frist ist abgelaufen. Dennoch bleibt die Lücke zwischen Betroffenheit und tatsächlicher Vorbereitung erheblich.
der von NIS2 betroffenen Organisationen haben die Richtlinie noch nicht vollständig umgesetzt.
Nur 34% berichten über vollständige Compliance. Weitere 10 % können nicht einmal feststellen, ob sie überhaupt betroffen sind.
empfinden die Umsetzung von NIS2 als schwierig oder sehr schwierig. Nur 15% berichten von geringen Hürden. Die größten Herausforderungen sind der hohe Umsetzungsaufwand (39%), die komplexen Anforderungen (39 %) sowie unklare regulatorische Abgrenzungen (34%).
Das bedeutet, dass ein großer Teil der betroffenen Organisationen im Rückstand ist – nicht aus mangelndem Interesse, sondern weil die Richtlinie operativ schwer umzusetzen ist. Unklare Abgrenzungen, Überschneidungen mit DORA im Finanzsektor und begrenzte interne Kapazitäten tragen dazu bei. Der Human-Risk-Blind Spot
Eine der zentralen Erkenntnisse der Studie: Alle großen Angriffsvektoren können (und tun es typischerweise auch) mit Social Engineering beginnen. Phishing ist nicht nur eine Bedrohung unter vielen – es ist der Einstiegspunkt zu nahezu allem anderen.Eine der zentralen Erkenntnisse der Studie: Alle großen Angriffsvektoren können mit Social Engineering beginnen – und tun es in der Regel auch. Phishing ist nicht nur eine Bedrohung unter vielen – es ist der Einstiegspunkt zu nahezu allem anderen.
Mehr als die Hälfte der Befragten sieht Industriespionage als eine der größten Bedrohungen. Doch wenn es um Schulungen der „Human Layer“ geht, zeigen die Zahlen ein anderes Bild:
der Organisationen bieten verpflichtende NIS2-Management-Schulungen an. 37 % stufen sie weiterhin als freiwillig ein. In 11 % der Unternehmen existieren solche Schulungen überhaupt nicht.
nennen „aktuelle Bedrohungen“ als häufigsten Schulungsinhalt – und damit die häufigste verpflichtende Kategorie der Security-Trainings in der Studie. Dennoch bezweifeln Awareness-Spezialisten, ob allgemeine Bedrohungsschulungen tatsächlich zu einer Verhaltensänderung führen.
NIS2 verlangt ausdrücklich, dass Organisationen die Sicherheit ihrer Lieferketten aktiv steuern. Die Studie zeigt hier jedoch eine deutliche Lücke:
Viele Organisationen sind damit beschäftigt, die formalen Anforderungen von NIS2 zu erfüllen, und verlieren dabei den eigentlichen Schutzzweck der Richtlinie aus dem Blick – insbesondere die Schwachstellen in der Lieferkette gehören dabei zu den kritischsten Risiken.Viele Organisationen konzentrieren sich auf die formalen NIS2-Anforderungen und verlieren dabei das eigentliche Schutzziel aus dem Blick. Gerade Schwachstellen in der Lieferkette zählen zu den kritischsten Risiken.
Die Einführung von KI schreitet schnell voran. Die Studie zeigt, dass bereits zwei Drittel der Organisationen KI intensiv nutzen und drei Viertel ihren KI-Einsatz weiter ausbauen – die Hälfte davon sogar signifikant.
Das erklärte Ziel des KI-Einsatzes in der Cybersicherheit? Vollautomatisierte Security-Operationen. Das ist keine ferne Vision mehr – sondern bereits die klar formulierte Entwicklungsrichtung eines erheblichen Teils der Befragten.Das erklärte Ziel des KI-Einsatzes in der Cybersicherheit? Vollautomatisierte Security-Operationen. Das ist keine ferne Vision mehr – sondern bereits die erklärte Richtung vieler Befragter.
Das ist bemerkenswert. Dieselbe Studie zeigt, dass über die Hälfte der Organisationen nicht einmal verpflichtende Sicherheitsschulungen etabliert hat – gleichzeitig ist jedoch ein signifikanter Teil bereits bereit, den Menschen vollständig aus sicherheitskritischen Entscheidungen herauszunehmen. Die Risiken dieser Kombination sind nicht theoretisch.Das ist bemerkenswert. Dieselbe Studie zeigt, dass über die Hälfte der Organisationen nicht einmal verpflichtende Sicherheitsschulungen eingeführt hat. Gleichzeitig ist ein erheblicher Anteil bereits bereit, den Menschen komplett aus sicherheitskritischen Entscheidungen herauszunehmen. Das Risiko dieser Kombination ist nicht bloß theoretisch.
Die Ironie: Angreifer nutzen KI, um überzeugendere und stärker personalisierte Social-Engineering-Angriffe zu entwickeln. Die Antwort darauf sind besser geschulte Menschen – nicht weniger Menschen im Entscheidungsprozess.
Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt die Investitionsbereitschaft im IT-Bereich hoch:
Und der wichtigste Investitionsbereich? Informationssicherheit – mit 45,8 % liegt sie klar vor allen anderen Kategorien. Mit Blick auf den Zeitraum 2026–2029 zählen IT-Infrastruktur, Cloud, KI-Hardware und Cybersicherheit zu den vier wichtigsten Investitionsfeldern.
Security wird also nicht vernachlässigt. Die Herausforderung besteht vielmehr darin, diese Investitionen auf die richtigen Problemfelder auszurichten – dazu gehört insbesondere auch die menschliche Ebene und nicht nur der technische Stack.Security wird also nicht vernachlässigt. Die Herausforderung besteht darin, die Investitionen richtig auszurichten – auch auf die menschliche Ebene, nicht nur auf den technischen Stack.
Compliance wird häufig als reine Dokumentationsübung behandelt – nicht als Programm zur Verhaltensänderung. Genau in dieser Lücke finden Angriffe statt. CYBERDISE wurde entwickelt, um diese Lücke zu schließen – unsere Lösung hat gezeigt, dass sich risikobehaftetes menschliches Verhalten um bis zu 60 % reduzieren lässt, wie eine gemeinsame Studie mit der Hochschule Luzern belegt ng hat gezeigt, dass sich riskantes Verhalten um bis zu 60 % reduzieren lässt, wie eine gemeinsame Studie mit der Hochschule Luzern belegt ( link).